Besuch des Klosters Ofteringen

Foto: Birgit Widmer

In den letzten Jahren ist es eine liebgewordene Tradition geworden, dass sich die Frauen der 35 kfd-Pfarrgruppen im Dekanat Waldshut vor den Sommerferien jenseits von Regularien und Tagesordnungspunkten an einem besonderen Ort innerhalb der Dekanatsgrenzen treffen, um einen schönen Nachmittag miteinander zu verbringen. Dabei steht die Freude über die Begegnung im Vordergrund, das bessere Kennenlernen über Pfarreigrenzen hinweg und der Austausch über ihre Arbeit vor Ort. In diesem Jahr organisierte das Dekanats-Vorstandsteam der kfd den Besuch eines ganz besonderen Kleinods, das Kloster Marienburg in Wutöschingen-Ofteringen. 50 Frauen trafen sich bei sommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein und verlebten einen stimmungsvollen und informativen Nachmittag zusammen mit den liebenswürdigen polnischen Schwestern, die 2009 aus Warschau nach Ofteringen gekommen waren, um den Fortbestand des Klosters zu sichern. Bereits bei der Ankunft empfing die kfd-Frauen eine gepflegte und reich blühende Klosteranlage mit wohltuender ruhiger Atmosphäre und so konnten alle ihren arbeitsreichen Vormittag gut hinter sich lassen. Liebevoll war der Tisch im kühlen Refektorium für die vielen Frauen gedeckt, es standen Getränke und reichhaltige Platten mit selbstgemachtem Kuchen bereit. Schwester Daniela, die die Frauen durch ihre freundliche und offene Art sehr beeindruckte, begrüßte die Anwesenden und zeigte sich sehr erfreut über deren Besuch. Sie erklärte die wechselvolle Geschichte des Klosters und führte danach die Frauen in zwei Gruppen durch die Räumlichkeiten, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Hier konnte man die kostbaren Möbel, alten Kachelöfen und original Wand- und Deckenverkleidungen bewundern, die von der Zeit erzählten, als das Kloster noch ein Schloss war. Gerne nahmen die Frauen auch das Angebot wahr, bei der freundlichen Schwester Evelina an der Klosterpforte die selbsthergestellten Naturprodukte käuflich zu erwerben. Eine Besonderheit des Klosters Marienburg ist die ewige Anbetung in der Klosterkapelle, die seit der Gründung im Jahr 1862 zelebriert und als ein Geschenk im ganzen Wutachtal angesehen wird. Von nah und fern kommen Gläubige, um hier regelmäßig zu beten. Und so war es eine Selbstverständlichkeit, dass auch die kfd-Frauen dieser Tradition gerne nachkamen und eine sommerliche Andacht gestalteten, die das Vorstandsteam unter der Geistlichen Leiterin Monika Eckert vorbereitet hatte und musikalisch umrahmt von Susi Kaiser aus Herrischried wurde. Am Ende waren sich alle darüber einig, dass es ein schöner und gelungener Nachmittag war.

Birgit Widmer